Schutzbau „Royal Baths“ Meroe, Sudan
Konkurrierendes Gutachterverfahren 2015

Das Gebäudeensemble „Royal Baths“ in Meroe, Sudan stammt aus dem ersten Jahrhundert nach Christi. Seit 2011 stehen die Bäder als Teil der Insel von Meroë auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes. Ziel des Gutachterverfahrens war es einen angemessenen Schutzbau für die archäologische Stätte zu entwerfen, der die Ausgrabung unter möglichst geringem Einsatz von Technik vor dem sie umgebenden Wüstenklima schützt.

Der Entwurf schafft ein großes, über kleine Oberlichter ausreichend belichtetes Gebäudevolumen, das die Archäologie vor direktem Sonnenlicht und Aufheizung schützt. Über Stege aus Gitterrosten kann das Grabungsfeld begangen und können die hochwertigen Ausgrabungen besichtigt werden. 
Über massive Lehmsteinwände und nubische Gewölbe als Dachkonstruktion wird ein stabiles Raumklima geschaffen, das auf den Einsatz von Lüftungstechnik oder Kühlung verzichten kann. 
Die einfache Bautechnik greift historische Bauweisen auf und kann von lokalen Maurern aus lokalen, meist natürlichen Baustoffen errichtet werden.

Auftraggeber
Deutsches Archäologisches Institut DAI

Nutzfläche
510 qm 

Gutachterverfahren
02/2014 – 05/2015

Architektur
Roswag Architekten

Tragwerksplanung
Ziegert | Seiler Ingenieure

Beratung Klimadesign
IB Hausladen

Visualisierungen
Roswag Architekten