Naturell – Baukultureller Dialog Münster/Addis Abeba

Wahlmodul im Masterstudiengang der Münster School of Architecture (msa)
Wintersemester 2013/2014
Lehrbeauftragter: Arne Tönißen, Dipl. Ing., Fachkraft Lehm

Das Nachfolgeseminar des Wahlmoduls „Hand und Fuß“ an der Münster School of Architecture befasste sich ebenfalls mit dem traditionellen Bauen in den Ländern des Südens. Dabei stand neben Grundlagen zu Lehm- und Bambusbau die Gurage-Region in Äthiopien im Fokus. Als Recherche- und Entwurfsaufgabe sollten die Studenten neue Wege für lokale äthiopische Baukultur finden. In diesem Zuge kam es zu einer Kooperation mit dem Ethiopean Institute for Architecture Building Construction and City Develeopment (EiABC): Über einen Austausch von Informationen und Kritiken zwischen den Studenten aus Münster und Addis Abeba wurde eine tieferes Verständnis für die örtlichen Umstände in Äthiopien geweckt und ein realistischerer Bezug geschaffen.

Als Semesterabschluss des Seminars haben die Studenten in einem zweitägigen Workshop eine Lehm- und Bambusstruktur gebaut, welche die Ergebnisse des Seminars reflektieren und erfahrbar machen sollte. Der dabei entstandene tunnelartige Pavillon mit dem Namen „mereti“ (auf Amharisch, der meistgesprochenen Sprache Äthiopiens, das Wort für Erde) wurde von den Studierenden gemeinschaftlich geplant und sollte als eine Art Materialbibliothek für verschiedene Bambus- und Lehmbautechniken verstanden werden. Nicht ganz ohne Grund entstand er auch im Bibliotheksfoyer der Hochschule.


Publikationen

Pressemitteilung: Baukultur zum Anfassen – Architekturstudierende der FH Münster errichten afrikanischen Pavillon aus Bambus und Lehm

Präsidentin der Fachhochschule Münster (Hrsg.): Im Dialog mit Afrika, erschienen in: fhocus, Ausgabe 24, Sommersemester 2014, S.14–15